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5 Tipps Um Bessere Podcast Interviews Zu Führen


Two people recording a podcast
Mach's dir bei der Aufnahme gemütlich!

Podcasts haben sich seit langem als spannendes Medium für Menschen auf der ganzen Welt etabliert, um Inhalte zu erstellen, für sich oder ihr Unternehmen zu werben oder einfach nur Spaß bei der Aufnahme zu haben. Aufgrund der extrem hohen Zugänglichkeit ist die Art und Weise wie man einen Podcast aufnimmt eine Mischung aus persönlicher Erfahrung und beim Zuhören anderer. Es gibt dennoch Best-Practice-Tipps, die wir Einsteigern und Experten gleichermaßen empfehlen können, um sicherzustellen, dass sie ihren Zuhörern das bestmögliche Erlebnis bieten und vor allem das Beste aus Ihrem Gast herausholen.


Tipp 1: Denk an deine Zuhörer


Jedes Podcast-Konzept, an dem du arbeitest, sollte mit einer detaillierten Vorstellung davon einhergehen, wer deiner Meinung nach zuhören würde und warum. Versuche dir ein Bild davon zu machen, wer deine Zielgruppe ist und was sie von einem Gast wissen möchte. Wenn dein Podcast mehr als nur eine Zielgruppe anspricht, ist das auch gut so. Versuche Gemeinsamkeiten zwischen ihnen zu finden, um ihre Neugierde und ihr Interesse zu befriedigen. Deine Zielgruppe zu analysieren ist nicht einfach, aber ein hilfreicher Tipp ist, sich jemanden vorzustellen, den du kennst und der entweder gesagt hat, dass er deinen Podcast hören würde, oder der ihn sogar bereits regelmäßig hört. Behalte diese Person im Hinterkopf, wenn du Fragen stellst, und um sicherzugehen, dass du nicht den falschen Weg einschlägst, kannst du sie sogar um Feedback bitten.


Tipp 2: Suche nach Geschichten


Wir Menschen sind von Natur aus Storyteller. Diese Fähigkeit haben wir von unseren Stammesvorfahren geerbt, die mit Hilfe von Geschichten Regeln und Moralvorstellungen unserer Gesellschaften verbreiteten, und deshalb sind wir von Natur aus sehr empfänglich für sie. Die berühmten griechischen Philosophen der Antike, Shakespeares und Drehbuchautoren von heute nutzen alle ähnliche Strukturen, um Geschichten zu erzählen, und das nicht, weil sie dieselben Lehrer hatten, die Fähigkeit zum Storytelling steckt tief in uns allen drinnen. Da wir ständig Geschichten in Form von Büchern, Nachrichten, Tweets und Fernsehen konsumieren, wird genau dieses Verständnis ständig abgerufen. Anstatt deinen Gästen einfache offene Fragen zu stellen, kannst du sie fragen, ob sie interessante Geschichten oder Anekdoten zu einem Thema haben. Natürlich wissen erfahrene Redner und Moderatoren ohnehin, wie sie Geschichten in ihre Antworten einflechten können, aber unerfahrene Gäste könnten einen Anstoß gebrauchen, um das zuerst zu tun. Das Überwinden von negativem Feedback, um Erfolg zu haben, eine Situation, in der sie mit einer anderen Sichtweise konfrontiert wurden, eine abenteuerliche Reise, egal in welchem Zusammenhang, all das sind denkwürdige Geschichten. Versuche, deine Fragen abwechslungsreich zu gestalten, und wenn deinem Gast keine Geschichte einfällt oder er sich in die Enge getrieben fühlt, mache dir keine Sorgen! Nicht jede Frage muss einschlagen, und genau hier kommt die Magie des Post-Editing zum Einsatz. Kurz gesagt, wir waren alle schon einmal auf einer Party bei der wir erstaunt waren, wie eine Person im Rampenlicht die Aufmerksamkeit aller auf sich ziehen konnte, indem sie eine Geschichte erzählte. Du würdest dich wundern, wie viel Story-Potenzial wir alle in uns tragen!


Als ich in der Schule war, sagten mir alle meine Freunde und Lehrer, ich solle nicht Pfannkuchenflippender-Einradfahrer werden. Aber ich habe mich nie davon abhalten lassen, mein Ziel zu erreichen, und sieh nur, wo ich jetzt bin.

Ich bin mir sicher, dass du diese Art von Linkedin-Beitrag oder Geschichte schon eine Milliarde Mal gesehen hast, aber so funktioniert das einfach. Widerstand, auch wenn er erfunden sein mag, ist für jede Geschichte unerlässlich. Die Geschichte von Elon Musk zum Beispiel wäre furchtbar langweilig, wenn sein Leben nicht eine Achterbahn von Erfolgen und Misserfolgen wäre


Tipp 3: Audio kann auch visual sein


Person recording a zoom call
Woher ruft dein Gast an?

Podcasts sind meist ein reines Audioformat. Wir hören zu, während wir pendeln, arbeiten, Hausarbeiten erledigen oder was auch immer, denn Podcasts bieten sich leicht als Begleitung zum Multitasking. Beim Zuhören stellen wir uns die Moderatoren oder Gäste vielleicht nicht bewusst in einem Studio vor, aber wenn Menschen bedeutungsvolle Geschichten erzählen, können wir nicht anders, als zu phantasieren. Tue deinen Zuhörern einen Gefallen und spreche die visuellen Sinne an, indem du Szenen und Situationen genauer beschreibst. Das mag als eine Fähigkeit erscheinen, die nur für das Erzählen von Geschichten geeignet ist, aber du kannst sie auch zur Beschreibung deiner Aufnahmesituation verwenden. Versuche statt "Du rufst aus Madrid, Spanien an" etwas wie "Die Sonne strahlt nur so durch dein Fenster, wo bist du denn gerade?". Visuelle Details tragen dazu bei, deinen Inhalt abzurunden, deinen Zuschauern ein "vollständigeres" Bild zu vermitteln und sie in den Podcast tiefer einzutauchen.

Tip 4: Werde emotional


Dieser Tipp geht auf Schritt 1 zurück und ist nicht bei allen Podcasts anwendbar. Wenn der USP und der Zweck deines Podcasts beispielsweise darin besteht, Informationen zu liefern, sachlich zu sein und sich auf Details zu konzentrieren, dann ist diese Idee vielleicht nichts für dich. Wenn du aber dein Gegenüber tiefer verstehen möchtest, solltest du dich nicht scheuen, emotionale Fragen zu stellen. Das klingt vielleicht wie eine stereotyper Therapeutenansatz, aber die Frage "Wie hast du dich gefühlt?" kann wirklich interessante Einblicke in die Persönlichkeit und die Geschichte deines Gastes geben. Seine Antwort kann sehr aufschlussreich sein, einen viel besseren Einblick in die Person geben und von Oberflächlichkeiten wegführen. Aber sei respektvoll: Hochemotionale Themen sind nicht leicht zu teilen, vor allem nicht offen vor einem unbekannten Podcast-Publikum. Eine Möglichkeit, deinen Gast zu ermutigen, sich zu öffnen, ist einfach den ersten Schritt zu machen, indem du deine eigenen Erfahrungen schilderst - und das gilt natürlich für alle Situationen im Leben. Sei dir einfach bewusst, was du fragst, und erwarte nicht zu viel.


Tip 5: Mach's deinem Gast gemütlich


Wie deine Aufnahmesitzung verläuft, hängt natürlich nicht nur von deinen Fragen ab, sondern auch von deinem Gast. Sorge dafür, dass er sich wohlfühlt, und vor allem, dass er weiß, was du mit dem Podcast erreichen willst. Es gibt nichts Schlimmeres als die Unsicherheit und Awkwardness eines Interviews, das sich wie ein gerichtliches Verhör anfühlt. Reagiere auf die Antworten deines Gastes, lasse dich von deiner eigenen Neugier und Interesse leiten und genieße einfach das Gespräch!


Lawrence Maximilian, Podcast Editor and Producer

Ich biete Unterstützung bei dem Launch von Podcasts, der Erstellung von Konzepten, dem Festlegen einer Zielgruppe, sowie dem Schnitt und Editing von Podcasts, um das Allerbeste aus deiner Aufnahme herauszuholen. Solltest du Fragen haben oder Support suchen, schicke mir gerne eine Mail! Ich freue mich darauf, deine Idee zu hören




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